Du kennst das bestimmt: Genervt, hungrig und erschöpft kommst du nach der Schule nach Hause und willst einfach nur noch deine Ruhe haben. Doch statt entspannen zu können wartet erstmal ein Berg an Hausaufgaben auf dich: Vokalen lernen, Matheaufgaben und dann auch noch für den Deutschtest üben. Motivation? Fehlanzeige!
Irgendwie schaffst du es, dich aufzuraffen und hängst schließlich über deinen Büchern. Das Gefühl dabei: als wollte heute irgendwie nichts mehr in deinen Kopf rein.
Solche Tage gibt es immer wieder mal: Manchmal fällt dir das Lernen leicht, wahrscheinlich dann, wenn dir das Thema liegt oder du einfach einen richtig guten Tag hast und an manchen Tagen will einfach nichts gelingen, aus welchen Gründen auch immer.
Vorab schon ein kleiner Tipp: Wichtig ist, dass du rechtzeitig mit dem Lernen beginnst, so entsteht kein Druck wie "Nur noch 2 Tage zur Arbeit/Klausur? PANIK!" Wenn du zum Lernen genug Zeit einplanst, dann hast du eine Stressquelle schon mal beseitigt.
Und für die Tage, an denen du irgendwie keine Motivation finden kannst und dein Kopf lieber in geschlossener Gesellschaft feiert, habe ich ein paar Ideen, mit denen du es dir beim Lernen etwas einfacher und angenehmer machen kannst. Natürlich kannst du diese Tipps immer anwenden und nicht nur, bei schlechter Laune oder Konzentrationsproblemen.
Darum geht es in diesem Beitrag:
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Was genau ist ein Lernprozess?
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Warum soll ich immer alles wiederholen?
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Wie sieht eine positive Lernumgebung aus?
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Wie schaffe ich eine positive Lernumgebung?
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Was genau ist ein Lernprozess?
Ein Lernprozess ist eine Phase, in der man Informationen aufnimmt, abspeichert und abruft.
Wie du die aufgenommenen Informationen abspeicherst, hängt unter anderem davon ab, um welche Infos es sich handelt und was für ein Lerntyp du bist. Behältst du Informationen besser durch Lesen? Sehen? Hören? Selbst tun/ erleben? Selber erklären? Oder eine Kombination davon?
Wodurch lernst du?
- Bücher (lesen, selbst beibringen)
- Erklärungsvideos (sehen, hören, beobachten, nachempfinden, verstehen, Zusammenhänge erkennen)
- Rollenspiele (erleben, nachempfinden)
- Learning by doing (lernen, indem man es selber ausprobiert, besonders bei sportlichen Aktivitäten)
- Referat/Vortrag (anhand von vorgegebenen oder selber recherchierten Informationen einen Vortrag vorbereiten, sich also mit dem Thema intensiv auseinandersetzen, um es anderen verständlich erklären zu können)
Abrufbare Informationen
Konntest du die aufgenommenen Informationen abspeichern, dann bist du auch in der Lage, sie dauerhaft abrufen zu können: zum Beispiel bei einer praktischen Aufgabe, bei einer schriftlichen oder
mündlichen Prüfung.
Indem du dein neues Wissen anwendest (bei den Hausaufgaben zum Beispiel), überprüfst du also deinen Lernfortschritt und hast so die Möglichkeit, zu erkennen, ob du wirklich alles abgespeichert hast oder ob du besser noch weiter üben solltest.
Das Ziel einer solchen Lernphase ist es, Wissen zu entwickeln, Fähigkeiten zu erwerben und Kompetenzen zu erweitern.
Warum soll ich immer alles wiederholen?
Das Wiederholen von Informationen fördert das langfristige Abspeichern in deinem Gehirn.
Stell dir das so vor: Du lernst etwas Neues, zum Beispiel eine neue Rechenart. Dadurch entsteht eine neue Gehirnverknüpfung, ein Kontakt zwischen den Nervenzellen, eine Art Verbindungsseil.
Dieser Kontakt ist zunächst noch ganz dünn, wie ein Faden. Das merkst du, wenn du zum Beispiel noch Probleme beim Anwenden dieser Rechenart hast.
Je öfter du diese neue Sache wiederholst, desto dicker (und reißfester) wird diese Verknüpfung.
Das ist nicht nur beim Rechnen so, sondern auch beim Lernen von Vokabeln und Formeln, beim Zeichnen, Häkeln oder bei einer neuen Sportart, usw.
Lernst du Matheformeln zum Beispiel nur auswendig, anstatt sie richtig zu vertiefen, schaffst du zwar auch eine Verbindung, jedoch nur eine extrem dünne. Irgendwann, nach deinem Schulabschluss zum Beispiel, wird sie reißen (bildlich gesehen) und die Informationen sind nicht mehr vollständig abrufbar. Wenn du diese Formel dann in deiner Ausbildung oder in deinem Studium erneut anwenden sollst, musst du sie also noch einmal lernen.
Wie sieht eine positive Lernumgebung aus?
Eine Lernumgebung ist der Raum, wo Lernprozesse stattfinden. Das kann in der Schule sein, bei deinen Freunden, in einem Jugendcafé, im Urlaub, im Zug, im Sportverein oder noch ganz woanders. Wie und wo du nach Unterrichtschluss lernst, darfst du so gestalten, wie es für dich am besten passt. Denn wie und wo man gut lernen kann, das ist sehr individuell: Die einen brauchen einen Lernpartner, hierbei können sich beide gegenseitig motivieren und abfragen. Andere lernen besser und lieber alleine.
In deiner Lernumgebung findest du alle Bedingungen, die das Lernen beeinflussen: positive wie auch negative. Ist es hell und freundlich in deinem Raum? Oder dunkel und ungemütlich? Hast du deine Materialien komplett oder fehlt etwas? Ist es leise oder nimmst du störende Geräusche wahr?
Trägst du bequeme Kleidung? Knurrt dein Magen? Hast du gerade Probleme oder Sorgen, die dich ablenken? Sorge dafür, dass dich in der Zeit, in der du lernen möchtest, nichts stören oder ablenken kann.
Daran erkennst du eine gute Lernumgebung:
Du bist motiviert, hast Ablenkungen minimiert, bist konzentriert und dein Lernerfolg stellt sie fast wie von selbst ein.
15 Tipps für eine positive Lernumgebung
Damit du es beim Lernen möglichst angenehm hast, hier ein paar Tipps, mit denen du eine positive Lernumgebung schaffen kannst:
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Sorge dafür, dass du in einer aufgeräumten Umgebung lernen kannst.
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Entferne mögliche Ablenkungen aus deinem Lernbereich oder schalte sie aus: Handy, Fernseher, Radio, Playstation, etc.
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Sorge dafür, dass du von außen nicht gestört wirst: sage deinen Eltern/ Mitbewohnern Bescheid, damit sie dich in deiner Lernphase nicht unterbrechen oder mit störenden Geräuschen ablenken.
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Bevor du startest, lege alle deine benötigten Materialien griffbereit auf den Tisch oder in die Nähe deines Arbeitsplatzes.
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Sorge dafür, dass du satt, aber nicht zu voll bist.
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Entferne unangenehme Gerüche aus deiner Lernumgebung, angenehme Düfte fördern übrigens die Konzentration und reduzieren Stress.
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Plane Verpflegung mit ein: eine Flasche Wasser und ein Apfel, eine Banane oder Nüsse, als kleiner Stärkungssnack zwischendurch.
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Bevor du mit dem Lernen beginnst, sorge für eine gute, ausgeglichene Stimmung, zum Beispiel durch Sport, Meditation oder Yoga.
- Lerne am besten bei Tageslicht statt bei elektrischem Licht. Vielleicht sogar an der frischen Luft auf dem Balkon oder im Garten (sofern du dort nicht abgelenkt wirst)
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Wenn du mit elektrischem Licht lernst, dann sorge dafür, dass es hell genug ist.
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Setze dir ein erreichbares Ziel, wie weit du mit dem Lernen kommen möchtest. 5 Seiten Englischvokabeln in einem Tag zu lernen setzt nicht nur unter Druck, die Wahrscheinlichkeit ist zudem auch sehr hoch, dass nicht sehr viel hängen bleiben wird. Lieber jeden Tag 1-2 Seiten üben, dafür aber intensiv. Schreibe deine Ziele auf, die du erreichen möchtest und dokumentiere deinen Fortschritt/ deine Erfolge: Das motiviert!
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Schreibe dir motivierende Sprüche oder Affirmationen auf und klebe sie als Post-it auf deinen Schreibtisch oder hänge sie an die Pinnwand.
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Mache kleine Pausen. Sie geben deinem Gehirn Zeit zum Erholen und um neue Kraft zu schöpfen.
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Wenn du allgemein Probleme damit hast, dich zu konzentrieren, dann kannst du deine Konzentration mit gezielten Übungen stärken.
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Wenn du am besten zu Hause lernen kannst, dann richte dir einen festen Lernplatz ein. Eine Trennung zwischen Freizeit und Lernbereich macht deinem Gehirn automatisch klar: Jetzt ist es Zeit für Aufmerksamkeit und Konzentration!
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