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Wie du mit Vorbereitung deine Prüfungsangst bewältigst

Deine Schulzeit neigt sich dem Ende zu, die Abiturprüfungen stehen kurz bevor.

Du befindest dich gerade in einer ganz besonderen Zeit, denn nach dem Abi geht ein neuer Lebensabschnitt los: Startest du ins Berufsleben, mit einer Ausbildung? Oder möchtest du studieren gehen? So viele neue Dinge warten auf dich. Umso mehr wächst der Druck, das Abi jetzt nicht zu vermasseln.

 

Mit dem Druck kommt auch die Angst und mit der Angst kommen die Selbstzweifel. Damit es gar nicht erst so weit kommt, bzw. du deine Angst und deine Zweifel bewältigen kannst, möchte ich dir hilfreiche Tipps geben, wie du gut vorbereitet und entspannt in die Prüfungen startest.

Diese Tipps erwarten dich in diesem Beitrag:

  • Wochen vor den Prüfungen: Vorbereitung ist alles
  • Eine Woche vor den Prüfungen: Organisation gegen Stress
  • Der Tag vor der Prüfung: Entspannt durchatmen
  • Der Prüfungstag: Mit Achtsamkeit den Stress bewältigen
Infografik, mit Vorbereitung gegen Prüfungsangst

Wochen vor der Prüfung: Vorbereitung ist alles

Wenn du Angst vor den Abi-Prüfungen hast, dann solltest du dir (rechtzeitig) erst einmal darüber bewusst werden, woher die Angst eigentlich kommt: Hast du Angst

  • davor, deine Materialien zu vergessen?
  • davor, zu wenig gelernt zu haben?
  • davor, zu spät zu kommen?
  • vor einem Blackout?
  • davor, dein Wissen nicht abrufen zu können oder irgendetwas Wichtiges zu vergessen?

Wenn du weißt, mit welchem "Gegner" du es zu tun hast, dann ist es viel einfacher, ihn zu besiegen, als wenn du gegen den großen Unbekannten kämpfst.

Mit Vorbereitung gegen Prüfungsangst

Mein Tipp: Spiele die Prüfung durch

Als ich mein Abi gemacht habe, haben uns die Lehrer sehr gut auf die Prüfungsthemen vorbereitet. Somit wusste ich für jedes Prüfungsfach, was theoretisch alles dran kommen könnte. In diesem Zusammenhang habe ich mir selber Testklausuren erstellt: mit allen möglichen Übungsaufgaben aus den Büchern und von Arbeitsblättern. Zudem habe ich mir Aufgaben gestellt, indem ich einfach nur nach Formeln und Vokabeln gefragt habe.

 

Als meine Testklausuren für alle Prüfungsfächer fertig waren, habe ich sie bearbeitet. Somit konnte ich für mich testen, was ich noch besser lernen muss und wo ich schon ganz sicher bin.

Vielleicht haben deine Lehrer für euch aber auch solche Testprüfungen zur Verfügung gestellt? Oder ihr habt euch im Unterricht in den letzten Wochen ganz intensiv nochmal mit bestimmten Themen auseinandergesetzt?

Dann kannst du davon ausgehen, dass diese Themen besonders wichtig für deine Prüfungen sind.

 

Nach dem Bearbeiten der Testklausuren ist es wichtig, mögliche Fehler zu korrigieren. Ich habe mir damals im Anschluss eine Musterlösung für meine Testaufgaben erstellt. Zum Lernen hatte ich vor den Prüfungen über einen Monat freie Lernzeit. Jede Woche habe ich mich intensiv mit einem Fach auseinandergesetzt, bis ich mich sicher genug gefühlt habe.

 

Einen Tag vor der Prüfung habe ich mir die jeweilige Testklausur, bzw. die Aufgabenstellungen ohne Antworten noch einmal angeschaut und bin die Antworten mündlich durchgegangen. Wenn ich 95 % davon korrekt beantworten konnte, hat mich das wirklich extrem beruhigt. So war ich nicht nur schriftlich vorbereitet, sondern konnte mein Wissen auch mündlich formulieren.

 

Das war das beste, was ich hätte machen können, denn somit habe ich mich wirklich auf die Prüfungen gefreut: Ich war sehr gut vorbereitet, beruhigt und motiviert mein ganzes Wissen endlich aufzuschreiben.

Zitat, Leidenschaft fürs Lernen

Angst ist ein schlechter Lernpartner.

Angst kann handlungsunfähig machen. Und ein Blackout in der Prüfung kannst du wirklich nicht gebrauchen.

Daher ist es wichtig, dich früh genug gut vorzubereiten, damit du dich sicher fühlst und Angst keine Chance hat!

 

Wichtig: Pausen einlegen! 

Übertreib es nicht mit dem Lernen und gönne dir zwischendurch immer mal wieder eine Pause. Wenn du gute Fortschritte gemacht hast, dann lege deinen Stift und die Bücher zur Seite und höre einfach mal in dich hinein: Was brauchst du gerade? Eine Stunde in der Sonne entspannen? Sport? Ein Spaziergang? Ein warmes Wannenbad? Ein leckeres Eis? Alles, was dir dabei hilft zu entspannen, ist erlaubt. Dadurch sammelst du neue Energie und Motivation. Außerdem kannst du mit Achtsamkeitsübungen dein Stresslevel wieder herunterbringen.

 

Mathetipps

Kannst du alle Formeln, brauchst du keine Angst vor der Prüfung zu haben.

Hast du doch noch Fragen oder kleine Wissenslücken, dann können Onlinetutorials dir beim Verstehen helfen. Mache dir dabei Notizen (handschriftlich) und fasse das Gelernte anschließend nochmal schriftlich zusammen. Das Aufschreiben einer Zusammenfassung hilft dir dabei, das Gelernte zu vertiefen.

Spiele doch mal den Matheprofessor oder Nachhilfelehrer: erkläre einem Freund, deinen Eltern oder Geschwistern mündlich, was du gelernt hast. Erkläre Rechenwege, benenne Formeln und beantworte Fragen zum Thema.

Auch das hilft dir dabei, dein Wissen zu vertiefen und zeigt dir in dem Zusammenhang, wo evtl. noch Probleme sind.

Mathematik, Foto: Pixabay

Englischtipps

Mit einem guten Wortschatz und einem sicheren Sprachgebrauch bist du gut vorbereitet auf das Englisch Abi. Du musst unter anderem Texte verstehen und deuten, analysieren und wiedergeben können. Hierbei kann es dir helfen, indem du englische Bücher liest und englische Filme schaust. Dadurch bekommst du ein noch besseres Gespür für den Satzbau und die Grammatik und schulst zudem dein Hörverstehen.

 

Deutschtipps

Texte analysieren und interpretieren hast du jahrelang geübt: Wenn du also immer gut aufgepasst hast, dann wird dir das im Abi eine riesige Hilfe sein.

Mit einer Inhaltsangabe zeigst du, dass du den Text verstanden hast. Beim Analysieren arbeitest du bestimmte Merkmale heraus und setzt sie in Zusammenhang. Rhetorische Mittel musst du beherrschen können.

Schreiben, Foto: Pixabay

Alleine lernen oder zusammen?

Welche Lernmethode für dich am besten geeignet ist, hast du mittlerweile bestimmt schon herausgefunden. Manche können besser zu zweit oder in einer kleinen Gruppe lernen und sich so gegenseitig beim Lernen unterstützen, sich gegenseitig Sachverhalte erklären, sich untereinander motivieren und die Angst nehmen.

 

Wenn du bisher immer mit deinen Freunden gelernt hast, diese aber für das Abi lieber alleine lernen möchten, nimm ihnen das nicht übel: Für das Abitur zu lernen ist nochmal etwas anderes, als sich auf eine Klausur oder einen gemeinsamen Vortrag vorzubereiten.

Wenn du einen Lernpartner benötigst, bzw. Angst hast, es alleine nicht zu schaffen, dann suche dir einfach neue Lernpartner aus deiner Stufe.

 

Tipp: Wenn das Thema mit dem "alleine lernen" zwischen dir und deinen Freunden steht, negative Stimmungen ausgelöst hat und dich vom Lernen ablenkt, dann klärt das unbedingt vorher.

Zitat, Beharrlichkeit

Eine Woche vor den Prüfungen: Organisation gegen Stress

Materialliste

Was musst du unbedingt zur Prüfung mitnehmen?

  • Taschenrechner und Geodreieck?

  • Wörterbuch?

  • Stifte?

  • Müsliriegel und Flasche Wasser?

  • Taschentücher (bei Erkältung oder Allergie)?

Erstelle dir rechtzeitig für jeden Prüfungstag eine Materialliste mit den Dingen, die du benötigst. Sammle die Sachen zusammen, lege sie griffbereit auf deinen Schreibtisch und überprüfe sie:

  • Hast du alle Zettel aus dem Wörterbuch entfernt? Falls dir ein Zettel während der Prüfung dort heraus flattert, könnte das als Betrugsversuch gewertet werden.

  • Funktioniert der Taschenrechner?

  • Kannst du auf deinem Geodreieck noch alles lesen?

  • Sind deine Bleistifte angespitzt?

  • Hat dein Füller genug Tinte?

Wenn du dich rechtzeitig um dein Material kümmerst, bist du diesbezüglich gut vorbereitet und hast schonmal eine Sorge und somit einen Stressfaktor weniger.

  

Nimm dir Zeit für dich

Mache dich nicht verrückt. Wenn du in den letzten Wochen intensiv für dein Abitur gelernt hast und dich ziemlich sicher fühlst, dann nehme dir in den letzten Tagen vor den Prüfungen Zeit für dich, zum Entspannen, zum Durchatmen.

Auszeit, Foto: Pixabay

Der Tag vor der Prüfung: Entspannt durchatmen

Packe deine Materialien, welche du für den nächsten Tag benötigst, bereits am Abend vorher ganz entspannt ein, sodass du dich am Morgen nicht mehr darum kümmern musst. Schaue dazu auf deine Materialliste und hacke sie ab.

Wenn du magst, dann lege dir auch schon deine Kleidung zurecht, sodass du auch dafür am Prüfungstag keine Zeit mehr aufbringen musst.

 

Schaue dir deine gegliederten, zusammengefassten Informationen und Aufgabenstellungen am Tag noch einmal an. Dadurch rufst du dir alles noch einmal in den Kopf, als Vorbereitung für den Prüfungstag und für dich als Absicherung, dass du alles kannst. Wenn du dabei jedoch merkst, dass dich das verrückt macht und verunsichert, dann leg dein Material einfach beiseite und atme durch. Mache dir einen entspannten und lern freien Resttag.

 

Gehe früh schlafen, sodass du am nächsten Morgen ausgeschlafen bist und genug Zeit zum Wachwerden, Frühstücken und Anziehen hast.

Zitat, neue Chance

Der Prüfungstag: Mit Achtsamkeit den Stress bewältigen

Am Morgen, wenige Stunden vor der Prüfung

Stehe früh genug auf, damit du ganz entspannt in den Tag starten kannst und du noch ausreichend Zeit für ein gesundes Frühstück hast.

Vollkornprodukte, Obst, Müsli, Früchte- oder Kräutertee: Hiermit gibst du deinem Körper wichtige Nährstoffe, wodurch deine körperliche und geistige Leistungsfähigkeit gesteigert wird.

 

Starte früh genug zur Schule, damit du den Bus nicht verpasst. Wenn der Bus oft Verspätung hat, nimmst du an deinem Prüfungstag vielleicht lieber einen Bus eher. Wichtig, sobald du an der Schule angekommen bist: Handy aus! Das Handy lenkt nur ab und kann ggf. sogar für eine unangenehme Situation sorgen, Stichwort Betrugsversuch.

Wenn du genug Zeit hast und gut vorbereitet bist, hast du keinen Grund für Stress oder Panik!

 

Und wenn du dir doch zu viele Gedanken machst und einfach nicht zur Ruhe kommen kannst oder ein Mitschüler dich mit seiner Prüfungsangst ansteckt, dann wende Achtsamkeitsübungen an, um dich wieder zu fokussieren:

  • Konzentriere dich einen Moment lang nur auf deine Atmung: Atme bewusst ein und wieder aus. Wenn die Begebenheiten es zulassen, schließe dabei die Augen.
  • Wenn Angst aufkommt, kann man sich hineinsteigern. In dem Fall ist Ablenkung gut. Suche dir dazu einen beliebigen Gegenstand und schaue ihn dir ganz genau an: Welche Farbe hat er? Welche Größe? Ist er hart oder weich? Was kann man mit ihm machen?
  • Die progressive Muskelentspannung hilft dir dabei, Angst oder Stress zu verarbeiten. Hierzu konzentrierst du dich auf eine bestimmte Muskelpartie, welche zunächst angespannt und anschließend wieder entspannt wird. Balle zum Beispiel eine Faust und zähle dabei bis 3. Dann löse sie wieder. Zähle wieder bis 3 und dann balle deine Faust erneut, bis du sie nach weiteren 3 Sekunden wieder löst. Wiederhole diese Übung so lange, bis du merkst, dass du gelassener wirst und zu deiner inneren Ruhe zurückfindest.
Zitat, Entspannung

Die Prüfung

Achte darauf, dass du an deinen Platz ausschließlich die zur Abiturprüfung zugelassenen Materialien mitnimmst. Alles andere kann als Täuschungsversuch gelten!

Sobald du mit deinen Materialien an deinem Tisch sitzt und die Aufgabenblätter vor dir liegen: Zähle sie durch, damit du auch sicher bist, dass du alle erhalten hast.

 

Sobald du starten darfst: Lese dir die Hinweise und Aufgabenstellungen sorgfältig durch. Atme tief durch und beginne mit der Aufgabe, die dir am meisten liegt.

Lasse dich von schwierigen Aufgaben nicht abschrecken oder unnötig aufhalten. Möglicherweise ist es nur der Druck, der dich für den Moment vergessen lässt, wie du diese Aufgabe bearbeiten sollst. Sobald du etwas entspannter wirst, fällt es dir bestimmt wieder ein!

Benutze zum Bearbeiten der Aufgaben einen Kugelschreiber oder einen Füller. Auf gar keinen Fall einen Bleistift, denn der ist nicht dokumentenecht, da man ihn wegradieren kann.

Mit einem Füller schreiben, Foto: Pixabay

Denke daran, zwischendurch etwas zu trinken. Das ist wichtig, damit das Gehirn ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird und du somit leistungsfähiger bist.

Wenn du zu wenig trinkst, besteht ein Risiko für Kopfschmerzen.

Wirst du vor Ablauf der Prüfungszeit fertig mit den Aufgaben, nutze die Restzeit, um mögliche Fehler zu finden und sie zu korrigieren.

 

Wenn du hingegen unter Zeitdruck stehst und du kurz vor einem Blackout stehst: schließe für einen kurzen Moment die Augen und atme tief durch. Positive Affirmationen können dir sehr gut helfen, wieder zur Ruhe zu kommen:

  • Ich schaffe das!

  • Ich bin gut vorbereitet!

  • Ich bin konzentriert!

  • Ich geben mein Bestes!

  • Ich zeige, was ich kann!

  • Ich glaube an mich!

Fazit

Starte rechtzeitig in die Vorbereitungen für anstehende Klausuren oder Prüfungen. Erstelle dir einen Lernplan und eine Materialliste. Testklausuren können dir zeigen, was du alles schon gut drauf hast und was du noch lernen solltest.

 

Nach gründlicher Vorbereitung gönne dir Zeit zum Durchatmen, damit du entspannt in die Prüfungen gehen kannst.
Positive Affirmationen und Achtsamkeitsübungen können dich in stressigen Momenten wieder zur Ruhe bringen.

 

Haben dir die Tipps geholfen?

Hast du eigene Ideen, welche dir besonders gut beim Lernen helfen? Schreib mir gerne einen Kommentar dazu.

 

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen Klausuren und Prüfungen!

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